Fahrradversicherung Vergleich

In Zeiten ständig steigender Sprit- und ÖPNV Kosten setzen sich immer mehr Pendler für den Arbeitsweg auf das Fahrrad. Und auch für die Freizeit werden die Bikes immer luxuriöser und individueller. Doch obgleich die durchschnittlichen Preise für ein Fahrrad schon über 500 Euro liegen, denkt kaum jemand an eine geeignete Fahrradversicherung für sein Zweirad. Wird es dann gestohlen, dann bleibt man auf den Kosten sitzen.

Wir zeigen worauf es bei einer guten Fahrradversicherung  und einem Fahrradversicherung Vergleich ankommt, wann sie greift und was genau sie abdecken sollte.

Hierzu haben wir genauer hingesehen und die bekannten Versicherungen von P&P (Pergande & Pöthe) und ENRA mit den Leistungen von Schutzklick verglichen.

Fahrradversicherung lohnt bei regelmäßiger Nutzung

Zunächst einmal: Eine Fahrradversicherung  ist für jeden sinnvoll, der regelmäßig mit seinem Fahrrad unterwegs ist. Grundsätzlich gehört das Fahrrad zum Hausrat und ist somit von der allgemeinen Hausratsversicherung abgedeckt. Dies gilt jedoch nur, wenn das Fahrrad  – zuhause sicher abgestellt – im Rahmen eines Wohnungseinbruchs gestohlen wurde (stand es auf dem Hof, dann greift die Police nicht). Das ist allerdings die große Ausnahme. Etwa 400.000 Räder werden hierzulande pro Jahr bei der Polizei als gestohlen gemeldet, die Dunkelziffer dürfte angesichts der zuvor schlecht verschlossenen, alten Fahrräder jedoch wesentlich höher liegen.  Die meisten Diebstähle ereignen sich im öffentlichen Raum, an Straßen oder Bahnstationen. In all diesen Fällen greift die Hausratsversicherung nicht und es bedarf einer extra Fahrradversicherung.

Doch aufgepasst! Bei den Policen gibt es erhebliche Unterschiede in puncto Leistungsumfang, Ausschlussklauseln und natürlich Preise. Ein genauer Fahrradversicherung Vergleich ist also vor Abschluss einer Fahrradversicherung unerlässlich.

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Übersichtlichkeit ist wichtig im Tarifdschungel Fahrradversicherung

Der wohl wichtigste, weil auffälligste Faktor bei der Auswahl der richtigen Versicherung ist definitiv der Preis. In der Regel liegen der Berechnung zwei Kriterien zu Grunde: Die Versicherungssumme, also der Kaufpreis des Fahrrads, und der gewählte Tarif (Umfang der abgedeckten Schäden).

Bei P&P sowie ENRA hat man zudem die Qual der Wahl zwischen einer Teilkasko bzw. Diebstahlschutz Versicherung und einem Rundumschutz (Vollkasko bzw. Komplettschutz). Schutzklick hingegen bietet seinen Kunden direkt eine All-Inklusive Variante: die Fahrrad Schutz Plus mit Diebstahlschutz.

Bei P&P ist diese Basisvariante nur für Zweiräder im Wert von unter 500 Euro wählbar. Bei einer Entwertung von 5% pro Jahr lohnt dies kaum. Ärgerlich: Einen Vollkaskoschutz in dieser Preisklasse gibt es nicht. Bei ENRA ist ein Komplettschutz zwar möglich, mit Preisen zwischen 90 bis 99 Euro jedoch alles andere als wirtschaftlich und kommt wohl nur für Wenige in Frage. Schutzklick ist hier der günstigste Versicherer und bietet seinen Rundumschutz für Räder in der ersten Kategorie ab 19,95 Euro an.

Im „Luxusbereich“ für Fahrränder im Wert von 1000 Euro ist die Schutzklick Police für 99,95 Euro

zu haben, dafür gibt es bei ENRA noch nicht mal den Diebstahlschutz.

Für den kompletten Versicherungsumfang werden mit 187 Euro sogar fast 20 % des Kaufpreises des Fahrrads fällig.

Eine nicht irrelevante Information für Fahrradliebhaber: auch eine Höchstversicherungssumme existiert häufig: Diese beträgt bei 4000 Euro, bei Schutzklick 5000 Euro, P&P hat hier erstmal keine Grenzen gesetzt. Aber Vorsicht: Dafür liegt die Selbstbeteiligung bei satten 10 %.

Da die Kaufpreise für Fahrräder in Deutschland in den letzten Jahren zumeist zwischen 500 und 1000 Euro liegen, lohnt ein detaillierter Blick in diese Rubrik besonders:

ENRA bietet den Komplettschutz ab 110 Euro an, die Vollkaskovariante der P&P sowie der Rundumschutz Fahrrad Schutz plus von Schutzklick sind mit 59 bzw. 59,95 Euro erheblich preiswerter. Auch an der oberen Preisgrenze liegt die ENRA rund 60 Euro über den Preisen der Mitbewerber.

Bei einer guten Fahrradversicherung zählen die Details

Die Preise bei P&P und Schutzklick in der wichtigsten Preisrubrik liegen augenscheinlich eng beisammen, doch die Unterschiede liegen im Detail der Verträge. Neben dem Jahresbeitrag für die Police zählen natürlich noch andere Kriterien. Es zählt der alte Leitspruch: Eine gute Versicherung erkennt man erst, wenn man sie braucht.

Was bekomme ich im Schadensfall erstattet? Was ist abgedeckt und welche Vorrausetzungen müssen erfüllt sein, welche Einschränkungen gibt es?

Finger weg von Billigschlössern

Jede der getesteten Fahrradversicherungen besteht in seinen Bedingungen auf den Einsatz von Markenschlössern und die korrekte Sicherung an einem festen Gegenstand, um es gegen eine „einfache Entwendung“ zu sichern. Die Sicherheitsschlösser sollten zudem gegen Kältespray geschützt sein. Sparen an dieser Stelle kann sich also schnell rächen.

Eine Übersicht über geeignete Schlösser bieten der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) sowie die VdS Schadensverhütung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.

Entschädigungsleistungen und versicherte Gefahren

Wenn es dann trotz optimalem Diebstahlschutz zum Verlustfall kommt, sind zwei Aspekte maßgeblich:

  1. Was bekomme ich als Entschädigungsleistung?
  2. Was genau ist abgedeckt durch meinen Vertrag?

Ein Fahrradversicherung Vergleich sollte genau diese Aspekte gegenüberstellen. Grundlegend kann man sagen: In den verschiedenen Komplettschutz-Varianten der getesteten Versicherungen sind nahezu alle Schäden abgedeckt, die auftreten können. Der Leistungsumfang erstreckt sich von Teildiebstahl bis hin zu Vandalismus und dem kompletten Raub des Drahtesels. Wichtig sind neben den „klassischen“ Gefahren der Schutz in Falle eines Unfalls sowie der 24 Stunden-Schutz! Gibt es Einschränkungen zu Nachtzeiten. dann lieber Finger weg!

Interessant: Schutzklick sichert auch Bedienfehler bei der Nutzung des Fahrrads ab. Diese treten zum Beispiel bei dem Einsatz neuer Schaltsysteme auf. Auch bei der Mitnahme des Fahrrads in den Urlaub lohnt ein Blick ins Kleingedruckte! Schutzklick überzeugt auch hier mit Einfachheit, denn der Schutz gilt weltweit.

Bei P&P hingegen gibt es eine separate Urlaubsklausel. Zwar sind viele Länder durch den allgemeinen Geltungsbereich abgedeckt, gerade aber bei Deutschen beliebte Urlaubsländer wie Italien, Spanien oder Griechenland fehlen und müssen gegen einen Reisezuschlag von 10 % zusatzversichert werden.

Im Rahmen der Entschädigungsleistung ist zu beachten, welche Entwertungshöhe der Versicherer ansetzt. Im Normalfall erhält der Kunde ein gleichwertiges Fahrrad entsprechend des Zeitwertes. Bei Schutzklick sind das im 1. Jahr 90% des Neuwerts. P&P entwertet das Rad mit 5 % pro Jahr, allerdings gibt es hier eine Selbstbeteiligung von 10 %, so dass der gemittelte Zeitwertverlust knapp über dem von Schutzklick liegt.

Einen weiteren Pluspunkt bietet die Schutzklick Fahrradversicherung: der Vertrag lässt sich in nur drei Schritten online abschließen,  ganz ohne lästigen Papierkram und vor allem datenschutzfreundlich ohne Angaben von privaten Datenmengen:  E-Mail Adresse und Rahmengestellnummer reichen aus!

Fazit Fahrradversicherung Vergleich:

Ein genauer Fahrradversicherung Vergleich ist sehr sinnvoll. Unterschiede liegen oft im Detail. Hilfreich ist eine Checkliste vor dem Abschluss:

  • Wie hoch ist die Versicherungssumme und der daraus resultierende Beitrag?
  • Gibt es eine Selbstbeteilung?
  • Was genau ist abgedeckt und welche Leistungen erhalte ich?
  • Welche Dokumente muss ich vorlegen (am besten mit der Police sicher ablegen)?
  • Welche Bedingungen gibt es?
  • Ist meine Versicherung gut und möglichst kostenfrei erreichbar?