In Aktuelles am 14. Oktober 2016, Keine Kommentare

High Five Selfie: riskantes Spiel für Internet-Fame

Das Internet ist voller Trends, Aktionen und verrückter Herausforderungen. Manche, wie die Ice Bucket Challenge im Sommer 2014, verfolgen ein Ziel und zahlen sich am Ende sogar aus. Andere wiederum, wie der Trend zum High Five Selfie sind fragwürdig. Lohnt sich ein bisschen Popularität im Internet, wenn das Handy davon kaputtgeht?

WARNUNG: Macht diesen Trend auf keinen Fall nach!

High Five Selfies sind die neue große Herausforderung im Social Media

Eines Tages muss sich Seth Schneider aus Amerika unglaublich gelangweilt haben. Anders können wir uns nicht erklären, wieso er sich vor seinen Spiegel gestellt hat, den Auslöser auf seiner Smartphone-Kamera gedrückt, es fallen ließ und sich dann selbst ein High Five gegeben hat. Natürlich ist das Handy dabei mehrere Sekunden in der Luft und fällt danach zu Boden. Schade um die, die kein Kissen darunter legen. Zwar ist unklar, wie viele Versuche Seth brauchte, aber das beste Foto stellte er umgehend auf Twitter online und betitelte den Tag als den stolzesten seines Lebens. Ein neuer – waghalsiger – Trend war geboren.

Was manche für ein bisschen Fame tun

Das High Five Selfie hat schnell viele Anhänger gefunden, die den Social-Media-Trend kopieren wollten. Binnen weniger Tage haben tausende Twitter-Nutzer Fotos von sich veröffentlicht, in denen das Handy in der Luft schwebt, während sie ihre Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Applaus haben sie dafür keinen verdient! Zumindest können wir uns jetzt sicher sein, wieso der Displaybruch zu den häufigsten Handyschäden zählt. Zwar gibt es noch keine genauen Zahlen, wie viele Smartphones durch diesen Trend zu Bruch gingen. Wir sind uns aber sicher, dass die Dunkelziffer hoch ist. Ist ja auch absehbar…?


Bei vielen anderen Schäden haftet die Handyversicherung im Schadenfall und unterstützt dich bei der Reparatur. Beim High Five Selfie können wir dir nichts garantieren!

Nicht jeder Internet-Hype ist sinnlos

Es gibt keinen Zweifel daran, dass das High Five Selfie niemanden Vorteile bringt. Schlimmer noch, es gibt nur Nachteile für das Smartphone. Social-Media-Hypes wie die Kylie Jenner Lip-Challenge* oder die Cinnamon Challenge* schaden sogar dem Körper und sollten unter keinen Umständen kopiert werden. Dann gibt es aber auch Aktionen, die sinnvoll sind und ein gutes Ziel verfolgen. Im Sommer 2014 hat die Ice Bucket Challenge Promis und alle anderen dazu bewegt, sich einen Kübel voll Eiswasser über den Kopf zu gießen. Das diente nicht der Abkühlung, sondern um auf die Nervenkrankheit ALS aufmerksam zu machen und Spendengelder für die Erforschung und Bekämpfung zu sammeln. Die Charité in Berlin, die sich auf die Behandlung der Krankheit spezialisiert, registrierte ein sehr hohes Spendenaufkommen in dieser Zeit. Es wurden weltweit über 200 Millionen Euro gespendet, die Forschern dabei halfen, in diesem Jahr ein Protein auszumachen, das gegen die Krankheit ALS eingesetzt werden kann.

Eine weitere Aktion für den guten Zweck fand in diesem Sommer statt. Unter dem Hashtag #itsoktotalk haben weltweit Social-Media-Nutzer auf Facebook, Instagram und Twitter das Zeichen OK gegeben, um darauf hinzuweisen, dass wir öffentlich und ohne Stigmatisierung über psychische Erkrankungen reden sollten. Die Bewegung bricht mit der Tabuisierung des Themas und fördert, dass Menschen über ihre Probleme sprechen können. Auch wir haben an der Bewegung teilgenommen, weil wir glauben, dass jeder verdient, gehört zu werden!

*Google es nicht, wenn du es nicht kennst! Auf keinen Fall!