In Aktuelles am 9. Juli 2015, Keine Kommentare

Hochdruckreiniger – Funktion und Beratung

Die Sommersaison ist bereits voll im Gange. Doch bevor es raus in den Garten geht, brauchen Möbel, Wege, Mauern, Pool und Co erstmal eine gründliche Reinigung. Auch nach winterlichen Schneeablagerungen und Salzkrusten am Auto muss dieses auch wieder auf Hochglanz gebracht werden. Und womit geht das wohl besser als mit einem Hochdruckreiniger bewaffnet!

Hochdruckreiniger für eine reibungslose Reinigung aller Verschmutzungen

Hochdruckreiniger sind für alles rund um Haus und Hof einsetzbar und entfernen mühelos Dreck aller Härtegrade.

Wie funktioniert ein Hochdruckreiniger

Der Reinigungsprozess ist ganz simpel. Alle Arten von Flächen werden ganz einfach mit Wasserdruck gereinigt. Bei einem integrierten Wassertank muss das Gerät nur mit der Steckdose verbunden werden und schon kann es losgehen. Die eingebaute Hochdruckpumpe sorgt für einen starken Wasserdruck, welcher dann mit einer großen Barzahl aus der Düse herausschießt. Je nach Modell und Ausführung kann die Düse wie ein Gartenschlauch eingestellt werden und sowohl punktuell als auch flächendeckend ausgerichtet werden.

Und das macht ihn auch so günstig, denn die meisten Hochdruckreiniger arbeiten ohne zusätzliches Reinigungsmittel und glänzen durch relativ geringe Betriebskosten. Durch das Reinigungsverfahren arbeiten sie ganz besonders günstig, sodass auch über Jahre hinweg festgesetzter Schmutz problemlos weggeht. Da keine chemischen Zusätze benötigt werden, ist ein Hochdruckreiniger auch auf der Ökoskala ganz oben. Nachhaltig, effektiv und kostengünstig, was will man also mehr?

Einsatzgebiete von Hochdruckreinigern

Es gibt mannigfaltige Anwendungsgebiete von Hochdruckreinigern. Zum einen sind damit Fahrzeuge aller Art vom Fahrrad, über Motorräder und Roller, Autos jeglicher Größen und Klassen bis hin zu Sport- und Geländewagen sowie Wohnmobile spielend einfach sauber zu bekommen. Vor allem auch hartnäckige Verschmutzungen nach einem Trip durch matschige Landschaften sehr zu empfehlen, wer nicht gerade per Hand wischen will. Auch reinigt ein Hochdruckreiniger spielend einfach wasserunempfindliche Möbel, Gartengeräte und Werkzeuge, Treppen und Swimmingpools. Auf Gartenwegen und Mauern entstehen schnell hartnäckige Moosflächen, die in Sekundenschnelle wie weggezaubert sind. Im Grunde ist ein Hochdruckreiniger für alles rund um Haus und Garten einzusetzen. War vorher noch kratzen und wischen angesagt, muss mit einem solchen lediglich noch der Abzug gedrückt werden und schon beginnt der Spaß.

Woraus besteht ein Hochdruckreiniger

Es gibt verschiedene Komponenten, aus denen sich ein Hochdruckreiniger zusammensetzt. Diese sind der Antriebsmotor, eine Hochdruckpumpe, ein Tank für Reinigungsmittel, ein Rahmen mit Fahrgestell, eine Schutzhaube, der Hochdruckschlauch, eine Handpistole (und keine Angst, die ist ungefährlich und kann niemanden erschießen), die Hochdruckdrüse sowie einem optionalen Heizkörper. Dieser wird benötigt, falls man warmes Wasser benutzen möchte. Und es mag in der Tat hartnäckige Flecken geben, die trotz Hochdrucktechnik und Co mit Heißwasser deutlich besser zu entfernen sind. Es sollte zumindest klar sein, dass ein Hochdruckreiniger aus vielen Teilen besteht und je mehr einzelne Komponente es gibt, desto schneller kommt es zu einer Beschädigung. Aufpassen ist also angesagt.

Typen von Hochdruckreinigern

Es gibt unterschiedliche Klassen von Hochdruckreinigern, welche entsprechend des Wasserdrucks definiert werden. Die unteren Klassen erreichen einen Druck von bis zu 100 bar, Mittelklassen schon bis zu 200 bar und die Königsgeräte, zum Beispiel Industriereiniger, sogar bis zu 2000 bar. Dies wäre aber für den Hausgebrauch ein wenig übertrieben.

Kaufkriterien beim Erwerb

Es gibt verschiedene Dinge, über die du dir vor dem Kauf Gedanken machen musst. Dazu gehören vor allem die Leistung und die Wassertemperatur.

Elektroantrieb oder motorgetrieben?

Es gibt Reiniger mit Elektroantrieb und solche mit Motor. Wer jedoch nicht gerade eine Außensteckdose hat oder viel im freien auf offener Straße mit seinem Hochdruckreiniger arbeiten möchte, der sollte eher zu einem motorgetriebenen (Gas oder Öl) greifen. Geräte mit Elektroantrieb sind zudem leichter und günstiger. Von der Leistung her nehmen sich die beiden wenig, sind sie doch in verschiedenen Leistungsklassen zu haben.

Leistung

Die Leistungsaufnahme (auch Anschlussleistung genannt) bezeichnet die so genannte Leistungsfähigkeit vom Motor. Diese ist für den Druckaufbau in der Pumpe zuständig und bestimmt entsprechend den Wasserdruck. Eine hohe Anschlussleistung führt zu einer Reinigung bei geringerer Drehzahl, was den Hochdruckreiniger langlebiger und energiesparender macht. Aber entsprechend werden sie auch bei steigender Leistungsaufnahme teurer, was sich jedoch durch längere Lebensdauer und gleichbleibender Reinigungsleistung bezahlt macht. Wer sich privat eine solche Wundermaschine zulegt, der sollte auf eine Mindest-Anschlussleistung von 1,9 kW achten.

Temperatur

Wie bereits im Vorfeld erwähnt, gibt es Hochdruckreiniger mit oder ohne Heizkörper. Die meisten arbeiten entsprechend mit kaltem Wasser, jedoch vor allem im gewerblichen Bereich zum Lösen von besonders intensiven Verschmutzungen sollte auf Heißwasser-Hochdruckreiniger geachtet werden. Im Bereich Haus, Garten und Auto reicht in der Regel aber auch ein normaler mit Kaltwasserdrüse. Der Vorteil bei heißem Wasser liegt darin, wie wir alle vom häuslichen Abwasch kennen, dass die Schmutzmoleküle bei Wärme instabil werden. So lässt er sich besonders gut entfernen. Aber ein Heizmolekül bedeutet auch gleichzeitig einen erhöhten Energieverbrauch und entsprechend höhere Kosten.

Reinigungswirkung

Die so genannte  Reinigungskraft definiert sich durch Pumpendruck und geförderter Wassermenge. Je mehr gefördert wird, desto höher die Schwemmleistung zum Abtransport von Schmutz und desto besser entsprechend auch die Reinigungsleistung. Aber auch ein hoher Druck spielt eine wichtige Rolle. Wichtig vor allem aber ist das Verhältnis von Wasserdruck zu Fördermenge. Für Privatpersonen reicht ein Wasserdruck von 100 bis 160 in Kombination mit einer Fördermenge von 400 bis 600 Litern pro Stunde. So lässt sich auch hartnäckiger Dreck entfernen. Geräte mit einem Druck von 80 bis 100 bar sind eher nicht zu empfehlen. Im industriellen Bereich hingegen sollten die Zahlen deutlich höher liegen. Jedoch steigt hier auch das Nutzungsrisiko, denn der starke Strahl kann zu Verletzungen führen und auch das Material beschädigen. Hier also gut aufpassen.

Material

Je besser das Gerät, desto mehr muss es arbeiten. Denn mit höherem Wasserdruck steigt auch die Belastung der Pumpe. Besonders gut sind hier entsprechend Messing- oder Aluminium. Kunststoff ist zwar deutlich günstiger, aber vor allem im Winter bei Kälte neigt dieses Material zum Platzen. Hier also lieber auf Hochwertigkeit achten.

Reinigungsmitteltank

Einige Modell haben noch einen zusätzlichen Tank für Reinigungsmittel. In der Regel reicht der Wasserdruck zur Reinigung, doch vor allem im gewerblichen Bereich kann diese Zusatzfunktion sinnvoll sein. Der Hochdruckreiniger zieht sich automatisch das Reinigungsmittel aus dem separaten Tank und mischt es mit dem Wasser. Hierbei gibt es spezielle Mittel gegen Moos, Kalk, Eiweiß oder Schaumreiniger fürs Auto.

Pumpendruck regulierbar

Wer seinen Hochdruckreiniger flexibel einsetzen möchte, der sollte auf einen regulierbaren Pumpendruck achten, um starken Verschmutzungen auf den Pelz zu rücken, aber empfindliche Materialien gleichzeitig auch schonen zu können.

Nicht vergessen: Eine Versicherung für deinen Hochdruckreiniger abschließen

Dass ein Hochdruckreiniger sehr praktisch ist, dass kann man nicht von der Hand weisen. Jedoch kostet ein solcher, vor allem in etwas besserer Ausstattung, auch den einen oder anderen Euro. Umso ärgerlicher, wenn er nach den obligatorischen zwei Jahres den Geist aufgibt und die Herstellergarantie nicht mehr greift. Eine Garantieverlängerung von Schutzklick um bis zu drei weitere Jahre kann hier Abhilfe schaffen. Noch ärgerlicher, wenn der Hochdruckreiniger zu Schaden kommt und die Herstellergarantie nicht greift. Hierzu gehören im Grunde jegliche Fälle, die nicht durch die Herstellung bedingt sind. Eine Schutzklick Versicherung für Hochdruckreiniger im Rahmen der Werkzeugversicherung greift bei Kurzschluss, Sturz- und Unfallschäden, Fremdschäden durch einen Freund oder mutwillig durch einen Fremden, Flüssigkeiten wie das Nichtfunktionieren nach Durchfahren einer großen Pfütze, Bedienungsfehler durch Unwissenheit oder Missverständnisse, Feuer oder Einbruchdiebstahl. Eine lange Reihe an potentiellen Gefahren, die den Hochdruckreiniger Spaß schnell verderben können.

Es lohnt sich also definitiv, ein paar Euro mehr zu investieren und dann aber für jeden Fall gefeit zu sein.

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