In Aktuelles am 12. April 2016, Keine Kommentare

Verkehrsrechtsschutz: sicher unterwegs


Die Sonne steht tief, die Fenster sind unten, der Wind weht durch deine Haare während du dem Sonnenuntergang entgegen fährst. Was gibt uns mehr Freiheit und Leichtigkeit, als mit dem Auto über die Straßen zu fahren? Am liebsten Augen schließen und genießen. Wären da nur nicht andere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer, Fußgänger, andere Autos und das ein oder andere Reh, das plötzlich auf die Straße springt und dich mit seinen mit Furcht erfüllten Augen ansieht.
Verkehrsrechtsschutz und Fahrzeug-Rechtsschutz sind die beiden Möglichkeiten, die dich auf der Straße schützen und im Notfall eingreifen. Wir klären auf, wo der Unterschied liegt, worauf du beim Abschluss solcher Versicherungen achten solltest und welche Rechtsschutzversicherung für dich geeignet ist.

Verkehrsrechtsschutz schützt dich

Wenn du ein Auto hast, solltest du abgesichert sein. Schließlich kann es auf den Straßen schnell mal brenzlig werden. Eine Verkehrsrechtsschutz-Versicherung schützt dich als Versicherungsnehmer eines oder mehrerer auf dich zugelassener Fahrzeuge. Das heißt konkret, dass du versichert bist und wenn du das so bestimmst, auch deine Familienmitglieder. Zudem besteht auch noch Rechtsschutz für den Versicherungsnehmer, wenn er vorübergehend ein Fahrzeug mietet. Auch wenn kein Fahrzeug auf ihn zugelassen ist, bleibt der Versicherungsschutz bestehen, solange der Versicherte am öffentlichen Verkehr teilnimmt.

Verkehrsrechtsschutz macht das Leben sonniger

Verkehrsrechtsschutz macht das Leben sonniger © Aral Tasher via unsplash.com

Fahrzeug-Rechtsschutz schützt dein Auto

Der wichtigste Unterschied zum Verkehrsrechtsschutz ist, dass beim Fahrzeug-Rechtsschutz nicht der Fahrer, sondern das Fahrzeug versichert ist. Sowohl der Eigentümer bzw. Halter des Autos als auch jeder weitere Fahrer und Insasse des Fahrzeugs ist eingeschlossen. Ob Schwester, Bruder, Eltern, Freunde oder Geliebte – egal wer das Auto fährt, ist versichert. Außerdem können auch mehrere Fahrzeuge versichert werden. Dann richtet sich die Beitragshöhe nach Anzahl der versicherten Fahrzeuge.

Kfz-Rechtsschutz für den roten Oldtimer

Kfz-Rechtsschutz für den roten Oldtimer © Josh Rinard via unsplash.com

Wann tritt der Schutz ein?

Verkehrsrechtsschutz und Fahrzeug-Rechtschutz unterscheiden sich darin, was bzw. wen sie versichern. Doch gleichzeitig sichern sie ähnliche Schadensfälle ab. Dazu gehören alle Schadensfälle, die mit der Teilnahme am Straßenverkehr zu tun haben. Kommt es zu Unfällen, bei denen der Hergang und die Schuldfrage unklar sind, greift die Versicherung ein und regelt den Schadensersatz. Schutz wird auch bei Ordnungswidrigkeiten, zum Beispiel beim Vorwurf man wäre mit zu hoher Geschwindigkeit gefahren und möchte Widerspruch einlegen, gewährleistet.

Der Rechtsschutz unterstützt dich auch bei Strafbeständen, wenn dir beispielsweise vorgeworfen wird, einen Fußgänger fahrlässig verletzt zu haben. Sämtliche Honorare von Anwälten, Sachverständigen, Gerichtskosten oder Kosten der Mediation sollten ebenso gedeckt sein. Besonders wichtig ist es, dass die Mindestdeckungssumme des Rechtschutzes bei 250.000 Euro liegt. Dann kannst du dir sicher sein, dass die Versicherung dich bestens im Notfall unterstützt.

Vorsicht beim Verkehrsrechtsschutz ist geboten

Obwohl der Fahrzeug-Rechtsschutz und der Verkehrsrechtsschutz den Versicherten für den Notfall wappnen, heißt es nicht, dass man sich darauf ausruhen sollte. Wer sich im Auto gehen lassen will, sollte nur noch gehen oder die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen! Vorsätzlich begangene Straftaten, Alkohol am Steuer und offensichtliche Leichtsinnigkeit, wie das Handy beim Fahren zu benutzen, sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Die Versicherten müssen natürlich auch einen gültigen Führerschein vorlegen. Chronische Streithälse sollten sich auch nicht in Sicherheit wiegen, denn die Kostenübernahme der Versicherung erfolgt in der Regel nur dann, wenn es Aussicht auf Erfolg gibt.

Doch diese Fälle gehören zur Ausnahme. Ein Kfz-Rechtsschutz oder auch ein Verkehrsrechtsschutz lohnen sich für alle Verkehrsteilnehmer. Gefahren lauern schließlich überall. Rücksichtslose Raser, spielende Kinder, die die Straße als Fußballfeld betrachten und verlorene Tiere, die dich mit großen, erschrockenen Augen ansehen gibt es überall. Und Fahren macht am meisten Spaß, wenn man sich entspannt zurücklehnen kann – mit dem Blick auf die Straße, versteht sich!