In Aktuelles am 1. Mai 2015, Keine Kommentare

Augen auf im Straßenverkehr – 1. Mai ist gefährlichster Tag des Jahres

Unfall während der Rushhour. Gerade in den frühen Abendstunden passieren viele schwere Unfälle

Das Risiko Opfer eines schweren Verkehrsunfalls zu werden, ist am 1. Mai besonders hoch

Nicht etwa auf glatten Winterstraßen, sondern am 1. Mai werden bundesweit die meisten Schwerverletzten in Krankenhäuser eingeliefert. Diese doch recht überraschende Erkenntnis ist das Ergebnis einer Studie der Universität Witten/Herdecke, die über Daten von knapp 32.000 Unfällen mit lebensgefährlichen Verletzungen analysiert hat. Die Zahlen stammen aus dem Register der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, mit über 150.000 dokumentierten Einzelfällen.

Das Risiko am 1. Mai einen schweren Unfall zu haben ist etwa viermal höher als an Weihnachten, so Rolf Lefering, Statistiker der Universität.

Laut Studie hängt dieses Ergebnis mit dem einsetzenden Frühling und der beginnenden Motorradsaison zusammen. Für Fahrer mit Saisonkennzeichen ist dies oft der erste Nutzungstag. Verlernte Routine, Selbstüberschätzung, Euphorie und leichtsinnig gute Laune spielten eine Rolle, ebenso der vergleichsweise hohe Alkoholkonsum. Im Vergleich zu den Wintermonaten ist zudem das Sicherheits- und Vorsichtsempfinden weniger ausgeprägt.

Neben Motorrad- sind es vor allem aber auch lebensgefährliche Fahrradunfälle, die sich doppelt so häufig ereignen wie im Winter. Die Dunkelheit spielt hier eine weitaus geringere Rolle, als bei Fußgängern, für die die Monate November und Dezember am gefährlichsten sind.
Die meisten schweren Unfälle ereignen sich zwischen 17 und 19 Uhr, also einer klassischen Rushhour Zeit. Überraschend: auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit sind es nur etwa die Hälfe. Zudem hängt es stark vom Geschlecht ab, ob man in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt ist: rund 72 Prozent sind Männer.

Generell hoffen die Herausgeber mit der Veröffentlichung statistischer Unfallzahlen dazu beizutragen, dass sich Verkehrsteilnehmer bewusster fortbewegen.

Neben einer erhöhten Aufmerksamkeit und vorausschauendem Fahren, hier noch ein paar Tipps für mehr Sicherheit:

  • Fitmacher: Gründlichen Frühlingscheck bei einer Werkstatt oder einem Fahrradhändler
  • Das richtige Profil beachten: Wechsel auf Sommerreifensorgt für den nötigen Grip auf der Fahrbahn
  • Den Ernstfall proben: Fahrsicherheitstrainings geben die grundlegende Routine (zurück)
  • Sicherheit statt Eitelkeit: Fahrradhelme können im Zweifel Leben retten
  • Gut versichert im Schadensfall: Kfz-Rechtsschutzoder Fahrradversicherung abschließen

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